Die Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, auch als CLP-Verordnung bekannt, legt EU-weit die Regeln für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung chemischer Stoffe und Gemische fest. Sie dient dem Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt sowie der Nachhaltigkeit. Diese Anforderungen sind Bestandteil jeder SAP-EHS-Einführung und betreffen insbesondere die Erstellung von Sicherheitsdatenblättern. Die Verordnung gleicht das EU-System an das Global Harmonisierte System der Vereinten Nationen (GHS) an und verpflichtet Unternehmen, gefährliche Chemikalien vor dem Inverkehrbringen angemessen einzustufen, zu kennzeichnen und zu verpacken. Nach der VERORDNUNG (EG) Nr. 1272/2008 in der EU und weiteren Vorschriften weltweit müssen bestimmte Eigenschaften im Sicherheitsdatenblatt angegeben werden, auch wenn keine Daten vorliegen. In anderen Fällen ist ein Wert für eine Eigenschaft nicht anwendbar, weil er grundsätzlich nicht ermittelt werden kann. Dazu zählt beispielsweise der pH-Wert von Helium oder Gold.
„Filling Empty Endpoints“ ist ein neues SAP-EHS-Regelwerk, das wir zur Ergänzung bestehender Regelwerke konfigurieren. Es füllt leere Datenbankfelder abhängig vom Aggregatzustand der Spezifikation. Physikalische Eigenschaften lassen sich beobachten oder messen, ohne die Identität oder Zusammensetzung des Stoffes zu verändern. Chemische Eigenschaften beschreiben die Fähigkeit eines Stoffes, sich mit anderen Stoffen zu verbinden oder in diese überzugehen. Ob bestimmte chemische und physikalische Eigenschaften, etwa ein festes Volumen oder eine feste Form, vorliegen, hängt im Allgemeinen vom physikalischen Zustand beziehungsweise Aggregatzustand ab.
Das Regelwerk „Filling Empty Endpoints“ unterstützt vor allem die Datenpflege. Es prüft, ob zu einer Eigenschaft Daten vorliegen, und trägt eine Phrase in das Merkmal „Bemerkungen“ ein, wenn in der Datenbank weder Daten noch eine Bemerkung hinterlegt sind. Die neu angelegte Instanz kann außerdem auf einen bestimmten Gültigkeitsbereich beschränkt werden. Spezifische Kombinationen werden über eine Konfigurationstabelle entsprechend den Anforderungen der Datenpflege und des jeweiligen Eintrags vorkonfiguriert.